RANA - Büro für Ökologie und Naturschutz Frank Meyer

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RANA-Projektsteckbrief

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Pflege- und Entwicklungspläne für die NSG „Gipskarstlandschaft Heimkehle“ und „Alter Stolberg (Sachsen-Anhalt) und Grasburger Wiesen“

Laufzeit

2002-2004

Auftraggeber

Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, Referat Naturschutz und Landschaftspflege

Gebietscharakteristik / Projektinhalte

Beide NSG befinden sich im Südharzer Zechsteingürtel und sind Bestandteil des Biosphärenreservats „Karstlandschaft Südharz“ (Zone I und II); sie befinden sich an der Ostflanke des Alten Stolbergs unmittelbar im Grenzbereich zu Thüringen und umfassen die überwiegend bewaldeten Gipshänge sowie die sich östlich anschließenden Auenbereiche des Krebsbaches und der Thyra mit Auen- und Quellwäldern, Feuchtwiesen, Kleingewässern, Röhrichten etc.

  • NSG „Gipskarstlandschaft Heimkehle“
    • Größe ca. 67 ha inkl. 22,2 ha großem Totalreservat mit z.B. großflächigen und artenreichen Orchideenbuchenwälder (LRT 9150), Schluchtwäldern (*9180) sowie Kleingewässern mit Verlandungsbereich; das Totalreservat ist Bestandteil der Kernzone des Biores (Zone I); das NSG zeichnet sich aufgrund seiner Lage an einem der aktivsten Punkte innerhalb der Gipskarstlandschaft durch eine kleinräumige Häufung von Karstbildungen aus (z.B. Dolinen, Ponore, Uvalas, Karstquellen, Kleinhöhlen), darunter die Heimkehle, als eine der größten Höhlensysteme Deutschlands: LRT 8310 (Nicht touristisch erschlossene Höhlen), bedeutendstes Höhlenquartier für überwinternde Fledermäuse Sachsen-Anhalts: 11 Arten, darunter Mausohr, Mopsfledermaus und Bechsteinfledermaus als Arten des Anhang II der FFH-Richtlinie
  • NSG „Alter Stolberg und Grasburger Wiesen“
    • Größe ca. 28 ha; bewaldeter Gipssporn mit natürlichen Felsbildungen (LRT 8210), Orchideenbuchenwälder (LRT 9150) und Schluchtwäldern (*9180); naturnaher Lauf des Krebsbaches mit Erlen-Eschenwäldern in Bachtälern sowie an Quellstellen (*91E0), Feuchtwiesen, Quelltümpeln und -teichen; Vorkommen von Groppe und Bachneunauge als Arten des Anhang II der FFH-Richtlinie
  • floristische und faunistische Erstinventarisierung: Biotopkartierung, Vegetation, Flora inkl. Moose, Pilze, Weichtiere, Libellen, Gerad- und Hautflügler, Schwebfliegen, Falter, Lurche, xylobionte Käfer, Vögel, Fische
  • Ableitung von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen mit den Schwerpunkten: touristische Nutzung der Heimkehle, Umwandlung großflächiger Nadelholzforsten in standortgerechte Laubwälder; Nutzung und Pflege der Streuobstwiesen, Frisch- und Feuchtwiesen, Halbtrocken- und Borstgrasrasen

Besonderheiten

  • Konflikte bezüglich der bislang ganzjährigen touristischen Nutzung der Heimkehle als Schauhöhle im sachsen-anhaltischen Teil aufgrund ihrer Bedeutung als Fledermausquartier; der thüringische Teil wird über die Wintermonate geschlossen
  • Probleme beim Wasserhaushalt der Feuchtgebiete sowie der Durchführung von Renaturierungsmaßnahmen an der Thyra: damit verbundene Anhebung der Wasserstände bedingt Überstauung der Führungswege in der Heimkehle

Ansprechpartner

Katrin Hartenauer

Projektgalerie

Gipskarstbildungen

Grasburg am Alten Stolberg

Blühaspekt des Bärlauchs

Gipsfelsspaltenvegetation

Quellsumpf

Stattliches Knabenkraut

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